Neu - "Live Trading Ticker": Meine Depotkäufe in sekundenschnelle per Email
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Liebe Leser,

schauen Sie sich bitte folgenden Auftritt von Dirk Müller auf n-tv an:
http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Die-Risiken-der-Bond-Blase-article1402081.html

Er äußert in diesem Video folgende haarsträubende Theorie:
-> Rohstoffspekulanten treiben die Preise für Weizen und Reis nach oben. Die Hungernden können diese Preise nicht bezahlen und gehen deshalb mit leerem Magen ins Bett.

Diese Argumentationskette ist vollkommener Unsinn. Es gibt keine Rohstoffspekulanten, die Weizen und Reis im Keller lagern. Wenn das wirklich so wäre, dann müsste das zweifelsohne verboten werden, aber dem ist nicht so: Spekulanten kaufen Futures. Die hohen Preise signalisieren den landwirtschaftlichen Produzenten, dass es sich lohnt, die Produktion auszuweiten. Durch diesen Mechanismus wird die reale Knappheit an Weizen und Reis so schnell wie möglich beseitigt.

Die wirtschaftliche Wirklichkeit sieht folgendermaßen aus:
-> Hohe Futures-Preis sorgen dafür, dass die Produktion ausgeweitet wird. Es gibt ausreichend Nahrungsmittel!

Die Verteilung der bereits existierenden Lebensmittel ist ein komplett anderes Problem als die Preissteigerungen auf den Futures-Märkten. Wenn Menschen hungern, dann hat das meistens mit politischem Unvermögen oder politischen Diktaturen zu tun. Wer die Spekulation auf den Futures-Märkten einschränken will, verhindert dass reale Knappheit schnellstmöglich erkannt wird, was letztendlich dazu führt, dass zukünftig wirklich zu wenig zum Essen vorhanden ist. Es gibt kein besseres System als die Bereitstellung knapper Güter über den Preismechanismus zu regeln.

Fazit: Es ist immer wieder schockierend wie Menschen ohne fundierte wirtschaftliche Bildung ständig Unsinn verzapfen und unsere Versorgungssicherheit mit sozialistischen Forderungen gefährden. Populismus geht Hand in Hand mit wirtschaftlichem Unverständnis. Dass unsere Supermarktregale ständig gefüllt und Lebensmittel zu günstigen Preisen verfügbar sind, ist eine Errungenschaft das kapitalistischen Wirtschaftssystems. Wer das nicht glaubt, muss einfach mal die Bevölkerung in sozialistischen Ländern wie Venezuela oder Kuba fragen.


Liebe Leser,

in den letzten 200 Jahren hat das kapitalistische System Wohlstand, technischen Fortschritt und die Beseitigung des Mangels in die Welt getragen. Jedes Gut, das für die grundlegende Versorgung wichtig ist, wird vom kapitalistischen Wirtschaftssystem in ausreichender Menge bereitgestellt. Die Supermarktregale sind immer gefüllt und Grundnahrungsmittel sind zu günstigen Preisen zu bekommen. Nur leider hat sich an den Spitzen der Politik eine Heerschar ökonomisch ungebildeter Populisten breitgemacht, die nicht einmal die elementaren Grundlagen der Kräfte verstehen, die uns Wohlstand und Versorgungssicherheit gebracht haben. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der die gesamte europäische Wirtschaft vermutlich am liebsten in eine Planwirtschaft mit Entscheidungszentrale in Paris umwandeln würde, tourt gerade durch Europa und wirbt für Gesetze gegen die Rohstoffspekulation. Was für ein Narr! Spekulanten leisten einen wichtigen Beitrag, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Kein Spekulant der Welt würde eine Spekulation gegen reale fundamentale Kräfte durchführen können. Spekulanten übernehmen die wichtige Aufgabe, fundamentale Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und aufzudecken. Wenn in Russland durch flächenübergreifende Brände große Mengen an landwirtschaftlichen Erzeugnissen vernichtet werden, entsteht eine reale Knappheit an diesem Gut. Woher wissen Bauern in Europa, Amerika und Asien, dass sie ihre Produktion ausweiten müssen? Dieses Signal wird über steigende Futures-Preise vermittelt. Wenn die Futures-Preise von Weizen, Reis oder Mais in die Höhe klettern, können Bauern ihre Produktion vorab verkaufen und mehr Agrarrohstoffe anbauen. Die Futures-Märkte übernehmen die wichtige Funktion, einer zukünftigen realen Knappheit von Rohstoffen vorzubeugen, indem sie signalisieren, dass eine Produktionsausweitung profitabel ist. Je früher der Preismechanismus anzeigt, dass eine Knappheit an Weizen - um ein Beispiel zu nennen - vorherrscht, desto schneller kann die Produktion erhöht werden. Spekulanten helfen fundamentale Missstände zu erkennen und zu beseitigen.

Das ist das Editorial des TradeCentre Börsenbriefs Nr. 367. Folgende Themen sind in der aktuellen Ausgaben:
Aktienbulle der Woche
Gerry Weber: CEO verlängert um 2 Jahre!
Kontron lockt mit Kaufkursen
Drillisch: Dividendenrendite von 12%!
Datagroup mischt bei Cloud Services mit
M.A.X. spürt kräftige Belebung

Viel Erfolg wünscht
Simon Betschinger


Liebe Leser,

wow, die Aktienmärkte in Europa und den USA schießen nach oben. Warum das sehr wahrscheinlich war, habe ich Ihnen im letzten Blog-Beitrag erläutert. Ab 10 Uhr war mir heute klar, dass die Märkte nach oben drehen werden. Dem anfänglichen DAX-Rücksetzer folgten so gut wie keine geldseitigen Abverkäufe mehr am breiten Markt. Ohnehin verweigerten die meisten Aktien die Folge auf neues lokale Tiefs. Meine Abonnenten im “Live Trading Ticker” konnten live verfolgen wie ich meine Positionen aufgebaut habe. Drei der Trades, die ich heute bereits wieder glattgestellt habe, zeige ich Ihnen im folgenden:

Live Trading Ticker Highlights von heute:

- 2500 Gea Group von 16,17€ auf 16,965€: Gewinn 2000€
- 3000 Kloeckner & Co von 15,339€ auf 16,06€: Gewinn 2190€
- 1500 Heidelbergcement von 32,10€ auf 33,10€ Gewinn 1500€

Kloeckner & Co
live trading ticker klockner

Heidelbergcement
Beachten Sie wie die Aktie schon in der ersten Handelsstunde dem DAX-Abverkauf widerstand und ihr Plus ab 10 Uhr konsequent ausbaute.
Live Trading Ticker Heidelbergcement

Gea
Live Trading Ticker Gea

Fazit: Entweder zahlen Sie jahrelang Lehrgeld, um Ihr Trading zu perfektionieren, oder Sie bezahlen im Monat 29€ für meinen Live Trading Ticker, um gleich zu wissen wie es richtig geht! :)


Liebe Leser,

ich fasse die Situation der US-Ökonomie zusammen. Das erste Mal seit zwei Jahrzehnten haben die US-Bürger ihr Konsumverhalten geändert. Statt auf Pump zu konsumieren, haben sie ihre Sparquote deutlich erhöht und beginnen private Kredite zurückzuzahlen. Diese Erhöhung der Sparquote schwächt die gesatmwirtschaftliche Nachfrage. Wie kann der Rückgang der aggregierten Nachfrage ausgeglichen werden? Der Staat hat kaum noch fiskalpolitische Spielräume, zu hoch lastet das Budgetdefizit. Der entscheidende Akteur in dieser Phase ist die amerikanische Zentralbank, die FED. Nur sie kann die Nachfragelücke in kurzer Zeit schließen, indem sie neues Geld dem Wirtschaftskreislauf zuführt. Der besondere Reiz von rezessiven Phasen ist, dass sie die Geldbasis ohne Inflationsrisiken ausweiten kann. Denn jeder Kredit, den ein US-Bürger zurückzahlt, vermindert die umlaufende Geldmenge. Die höhere Geldbasis der FED steuert diesen Deflationsprozessen lediglich entgegen.

Somit ist es kein Wunder, dass die Statements von FED-Chef Bernanke die Märkte bewegen. Als vor drei Wochen die FED beschloss die monetäre Basis nicht auszuweiten, markierte das einen oberen Wendepunkt der Trading-Range. Über diese FED-Fehlentscheidung hatte ich hier im Blog berichtet: Oh je - die FED hat eine fatale Fehlentscheidung getroffen. Die Ankündigung von FED-Chef Bernanke am Freitag, auf keinen Fall Deflation oder eine Konjunkturabschwächung zulassen zu wollen, könnte dementsprechend einen unteren Wendepunkt in der DAX Trading-Range markieren.

Fazit: Im “Live Trading Ticker” konnten Sie meine Vorgehensweise am Freitag live mitverfolgen. Ich habe wieder Positionen aufgebaut, um das meiner Ansicht nach sehr plausible Szenario zu testen, dass letzte Woche ein unterer Wendepunkt markiert wurde. Jetzt gilt es abzuwarten wie sich Mr. Market entscheidet…

DAX und die FED


Liebe Leser,

Ende Juni war ich nahezu 100% Cash, dann begann ich mein Depot zu füllen, weil der Markt aussichtsreiche Storys hergab. Donnerstag letzte Woche musste ich dann aufgrund der Gesamtmarktturbulenzen mein gesamtes Depot liquidieren (siehe Live Trading Ticker) und baute wieder einen Cashbestand von 100% auf. Eine solche Phase bezeichne ich als Investitionszyklus. Einige der Trades, die mir in diesem letzten Investitionszyklus in guter Erinnerung blieben, sind zum Beispiel (Durchschnittskurse):

1500 Centrotherm von 29€ auf 35,50€: Gewinn 9750€
3000 Leoni von 17,70€ auf 21,40€: Gewinn 11.000€
3000 Dürr von 18,40€ auf 22,20€: Gewinn 11.400€
3000 Bob Mobile von 14,50€ auf 17,65€: Gewinn 9.450€

Jetzt stehe ich mit einem Cashbestand von 100% wieder am Seitenrand und warte auf neue Einstiegsmöglichkeiten. Wie immer werde ich versuchen gute Storys mit einer guten Markttechnik zu verknüpfen. Das Jahr 2010 war bislang sehr anspruchsvoll. Quasi seit Jahresbeginn bewegt sich der DAX in einem nervenaufreibenden Sägezahnmarkt, ohne längerfristige Trends auszubilden. Die letzten “Top-Storys” im Autozulieferersektor und im Solarzulieferersektor konnte sich gerade einmal wenige Wochen entfalten bis die negativen Erwartungshaltungen wieder die Oberhand gewannen.

Fazit: Man sollte nicht den Fehler machen, dieses Jahr zu früh abzuschreiben. Wenn die Märkte jetzt noch einmal einbrechen und eine Bereinigung herbeiführen, dürfte der Weg für die obligatorische Jahresendrally frei sein.

DAX


Liebe Leser,

das Potenzial, den Markt deutlich outzuperformen, bieten meiner Ansicht nach weiterhin die Autoaktien. Die jüngste Kursrally von Aktienanalysten vielfach genutzt, um für BMW und Daimler Verkaufsempfehlungen auszusprechen. Das Argument dafür basiert auf den Erfahrungen der letzten beiden Jahrzehnte, demanch der Autosektor mit nahezu 100%iger Sicherheit zyklisch war und das Erreichen neuer Produktionsrekorde eigentlich immer mit dem baldigen Höhepunkt der Autokonjunktur verknüpft war. Ich behaupte, dieses Argument ist falsch. Die Autobranche befindet sich nicht Nahe eines zyklischen Hochs, sondern am Beginn eines kräftigen Wachstumszyklus, der noch zwei bis drei Jahre anhalten wird. Um dies mit Zahlen zu untermauern, zitiere ich einen Abschnitt aus einem Spiegel-Artikel:

    Branchenanalysten gehen davon aus, dass die Zahl der zugelassenen Autos in China bis 2014 von bisher 80 Millionen auf 130 Millionen steigen könnte. Grundlage für die Schätzung ist eine Studie der Deutschen Bank, die prognostiziert, dass 400 Millionen Chinesen in den kommenden Jahren so viel Geld verdienen werden, dass sie sich ein Auto leisten können. Die Unternehmensberatung McKinsey glaubt sogar, dass der Boom noch viel länger anhält: Demnach könnten die Hersteller bis 2020 mit einem Absatz von jährlich rund 20 Millionen Neuwagen rechnen.

Fazit: Die deutschen Premiumhersteller BMW, Daimler und Audi sind auf Sicht der nächsten Jahre im Luxussegment noch konkurrenzlos. Sie werden das gesamte Wachstumspotenzial in China in der Luxusklasse abschöpfen. Die Aktienkurse von BMW, Volkswagen und Daimler dürften im Zuge des neuen Wachstumszyklus langfristig noch Kurspotenziale von über 50% aufweisen.


Liebe Leser,

in welche Kursregionen wird uns dieser Haussetrend noch führen? Mein Einstieg mit einer Position über 1500 Stück war zu 29€. Heute steigt der Titel über 35€. Ich werde in dieser Aktie die Gewinne weiter laufen lassen, denn die positiven Nachrichten reißen nicht ab. Centrotherm konnte heute einen wichtigen Meilenstein in der Siliziumtechnologie verbuchen. Ich zitiere aus der Pressemitteilung “centrotherm photovoltaics setzt sich im Siliziumgeschäft durch: “First Silicon Out” in Taiwan

    Die centrotherm
    photovoltaics AG baut mit der Inbetriebnahme einer weiteren
    Großproduktion für Polysilizium ihre führende Marktposition in Asien
    weiter aus: Für die Taiwan PolySilicon Corp. (TPSI)konzipierten die
    Photovoltaik-Spezialisten aus Blaubeuren eine hochleistungsstarke
    Fertigung mit einer jährlichen Produktionskapazität von 5.000 Tonnen
    und einer Upgrade-Option auf 8.000 Tonnen. Mit dem erfolgreichen
    Anlaufen der Produktion startet TPSI die in Taiwan bisher einzige
    Großproduktion von Polysilizium. Die Qualität des bereits im ersten
    Durchlauf erzeugten Polysiliziums übertrifft die marktüblichen
    Erwartungen.

    Das Unternehmen TPSI setzt dabei vollständig auf das Entwicklungs-,
    Technologie- und Equipment-Know-how der centrotherm SiTec, in der
    die Siliziumkompetenz der centrotherm-Gruppe gebündelt ist. Die
    centrotherm-Tochter übernahm die gesamte Fabrikplanung, lieferte das
    Basic Engineering, Prozess-Know-how sowie die notwendigen Reaktoren
    und Konverter für die Fertigung von Polysilizium. Die von der
    centrotherm SiTec entwickelte Abgasrückgewinnungs-Anlage (Vent Gas
    Recovery System) kommt ebenfalls zum Einsatz, die eine bessere
    Ausnutzung der Prozessgase ermöglicht und dadurch sowohl
    Herstellkosten als auch Energiebedarf deutlich senkt. Auch die Umwelt
    profitiert, da keine schädlichen Gase aus der Produktion entweichen.

    TPSI will nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten
    Produktionsphase weiter wachsen und die jährliche
    Produktionskapazität in den kommenden Jahren auf bis zu 12.000 Tonnen
    ausbauen. Zum Vergleich: Das derzeitige weltweite Produktionsvolumen
    von Polysilizium liegt bei jährlich 100.000 bis 110.000 Tonnen.

    “Die Siliziumherstellung ist ein komplexer Prozess und steht am
    Anfang der photovoltaischen Wertschöpfungskette. Die
    Anfangsinvestitionen sind stets hoch”, erläutert Dr. Albrecht Mozer,
    CEO von centrotherm SiTec. “Umso mehr legen Kunden Wert auf
    leistungsstarke und verlässliche Technologien, die Kosten und Risiken
    niedrig halten. Wir sind stolz auf das Vertrauen, das unsere Kunden
    dabei in uns setzen und möchten uns dieses täglich neu erarbeiten.”
    centrotherm SiTec hat bei Reaktoren und Konvertern, dem
    Schlüsselequipment für die Fertigung von Polysilizium, einen
    Weltmarktanteil von rund 40 Prozent und einen noch höheren Anteil
    beim kompletten Fabrikdesign.

Centrotherm Bulle


Liebe Leser,

die heutige ad-hoc-Mitteilung von Centrotherm mitsamt der Prognoseerhöhung war für mich besonders schön zu lesen. Ich zitiere eine wichtige Passage aus der ad-hoc.

“In den vergangenen Monaten verzeichnete das schwäbische Unternehmen einen regelrechten Nachfrageboom, getrieben von den Expansionsplänen vieler asiatischer Solarzellenhersteller und einem allgemeinen Konjunkturaufschwung. “Durch optimierte Produktions- und Beschaffungsprozesse sowie einen weltweiten Ausbau unsererServiceaktivitäten haben wir unsere Fertigungs- und Installationskapazität vervielfacht ? ohne dabei Abstriche an unserem Qualitätsniveau zu machen”, sagte Dr. Dirk Stenkamp, Chief Operating Officer (COO) der centrotherm photovoltaics AG.”

Genau das war mein fundamentales Szenario, auf das hingerichtet ich meine Position in der Centrothmerm-Aktie eröffnet habe. Siehe meinen Blog-Beitrag: “Solarzulieferer-Hausse: Die ersten Aufträge aus Asien treffen ein! Position bereits aufstocken?” Angesicht des turbulenten Marktumfeldes und des Kursrutsches meiner Leoni-Großposition verzichte ich jedoch auf eine Positionsaufstockung. Die Devise heißt jetzt einfach: Gewinne solange laufen lassen wie die Struktur steigender lokaler Tiefpunkte eingehalten wird.

Centrotherm


Liebe Leser,

der DAX bricht ein, um aktuell -1,8%. Aktien aus der zweiten Reihe zeigen scharfe Korrekturen. Gestern hatte die FED beschlossen die Geldbasis lediglich kontant zu halten, indem die Mittel aus auslaufenden Anleihen erneut reinvestiert werden. Das ist die falsche Entscheidung zum falschen Zeitpunkt. Eine deutlich Ausweitung der monetären Basis wäre das einzig richtige Signal gewesen. Amerika ist von Banken gekennzeichnet, die ihre Eigenkapitalquoten erhöhen müssen. Das sorgt für autodeflationären Druck. Amerika hat hochverschuldete Bürger, die ihre Kredite zurückzahlen müssen. Das sorgt ebenfalls für einen autodeflationären Druck. Die real umlaufende Geldmenge schrumpft und in einer solchen Situation muss die Zentralbank mit allen Mitteln dagegen halten und ihre Geldbasis ohne zu zögern, drastisch erhöhen.

Es gibt offenbar leider wenige Ökonomen, die das Zusammenspiel von Rezessionen und Geldmenge verinnerlicht haben. Offenbar sitzen zu wenige davon im FED-Komitee. Dabei hat die FED bestätigt, dass sie momentan keine Inflationsgefahren sieht. Inflation entsteht immer nur wenn die aggregierte Nachfrage das Produktionspotenzial einer Ökonomie übersteigt Das scheint den FED-Mitgliedern um Bernanke durchaus bewusst zu sein. Aber warum dann nicht entsprechend dieser Erkenntnis zielstrebig gehandelt wird, geht mir nicht in den Kopf…

Viele Grüße
Simon


Morgen treten die Oberen der amerikanischen Notenbank FED zusammen, um über Zinsschritte oder Offenmarkt-Operationen zu entscheiden. Nachdem die jüngsten Wirtschaftsdaten eine deutliche Verlangsamung des Wachstums signalisierten und die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau stagniert, wäre der richtige Zeitpunkt für neue Stimulierungsmaßnahmen gekommen. Konkret geht es darum, ob die FED ihre Notenpresse anwirft und Staatsanleihen mit frisch gedrucktem Geld aufkauft. Ich hoffe es und die ökonomische Logik erzwingt es nahezu. Wenn deflationärer Preisdruck herrscht, was immer ein Anzeichen für Überkapazitäten ist, und das Arbeitskräftepotenzial nicht ausgeschöpft ist, dann muss die Nachfrage stimuliert werden.

Welche Risiken gibt es, wenn die FED die Druckerpressen anwirft? Kommt es zu Inflation? Nein, es gibt Überkapazitäten. Wenn die aggregierte Nachfrage steigt, stellen die Unternehmen neue Arbeitskräfte ein. Die Arbeitslosigkeit wird sinken. Erst wenn die Arbeitslosenquote unter 5% gefallen ist, werden die Inflationsrisiken aktuell.
Wird durch eine Konjunkturstimulierung eine Restrukturierung nicht wettbewerbsfähiger Branchen verlangsamt? Eventuell, allerdings ist das momentan nicht das Problem der US-Wirtschaft.

Fazit:Das Geldsystem, mit der Möglichkeit Geld aus dem Nichts Geld zu schöfen, ist die effektivste Waffe des Kapitalismus. Die US-Aktienmärkte laufen seit 8 Monaten seitwärts. Sie haben die wirtschaftliche Abschwächung damit quasi vorweggenommen. Wenn die FED morgen die richtigen Entscheidungen trifft und sich zum Ankauf von Staatsanleihen entschließt, dürfte das eine Art Befreiungsschlag für die Aktienmärkte darstellen. Dann erwarte ich eine ausgeprägte Hausse!

Dow Jones


Liebe Leser,

vor etwa 3 Wochen habe ich Ihnen geschildert warum ich für die Solarzulieferer bullisch bin und im zweiten Halbjahr einen Auftragsboom aus Asien erwarte. Lesen Sie hierzu meinen Blog-Beitrag: “Deutsche Solarzulieferer: Ich erwarte einen Auftragsboom im 2. Halbjahr bei Manz und Co!” Heute meldet Centrotherm einen ersten Auftrag aus Asien für seine Emitter-Technologie und spricht davon, bald weitere Vertragsabschlüsse zu erwarten:

    EANS-News: centrotherm photovoltaics erhält ersten Upgrade-Auftrag aus Asien für selektive Emitter-Technologie

    - Anlagen nach Taiwan verkauft und fortgeschrittene Vertragsverhandlungen in Asien
    - Absatzpotenzial im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich
    - Bis zu 0,5 Prozent höherer Zellwirkungsgrad durch Technologie-Upgrades

    zur Centrotherm Pressemitteilung

Ich möchte Ihnen zeigen wie ich meine fundamentale Branchenerwartung an der Börse umgesetzt habe. Am 23. Juli kaufte ich 1500 Centrotherm zu ca. 29€. Im Premium-Blog hatte ich meinen Lesern den Trading-Plan ausführlich geschildert. Jedes fundamentale Szenario muss von den Kursen bestätigt werden. Ich tendiere dazu meine Positionen aufzustocken, sobald mir die Kursentwicklung Recht gibt. Als maßgebliches Kriterium für einen etablierten Aufwärtstrend definiere ich eine Sequenz steigender lokaler Tiefpunkte. Damit eine Positionsaufstockung in Frage kommt, müssen markante lokale Hochs zudem überwunden sein. Anhand des folgenden Chartbildes können Sie meine Gedanken nachvollziehen:

Centrotherm Trade

Fazit: Ich bin mit der bisherigen Entwicklung des Trades zufrieden. Bevor ich über Positionsaufstockungen diskutiere, muss die Aktie erst einmal überzeugende prozyklische Signale liefern, was konkret bedeutet, dass sie über 32€ aus dem Handel geht und sich über diesem Niveau stabilisiert. Falls Sie Anregungen für die Durchführungen Ihrer eigenen Börsenspekulationen suchen, darf ich Ihnen meinen Premium-Blog mit dem Live Trading Ticker empfehlen. Das Zusammenspiel von Fundamentaldaten und Chartanalyse ist meine Stärke, von der Sie profitieren können


Liebe Leser,

ein Spiegel-Artikel schildert in eindrucksvoller Weise die griechischen Zustände wie sie schon seit Jahrzehnten herrschen: “Griechenland ächzt unter der Trucker-Blockade“. Kleine Gruppen privilegierter Minderheiten tyrannisieren ein gesamtes Volk. Weil die Lizenzbesitzer von Lastwagen an dem staatlichen Protektionismus ihrer Branche festhalten wollen, stürzen sie die Tourismusbranche in ein Chaos und Bauern müssen ihre Ernten wegwerfen, weil der Abtransport der Ware nicht möglich ist. Zur Zeiten der französischen Revolution hätte man solche Tyrannen kurzerhand unter die Guillotine gelegt, aber in einer sozialistischen Gesellschaft wird sogar solches asoziales Verhalten toleriert - zumindest kurzzeitig, denn mittlerweile regt sich auch in der griechischen Bevölkerung eine Stimmung für kapitalistische Reformen, die Wohlstand und Prosperität in das Land bringen würden.

Angesichts dieser Zustände mag es verwunderlich erscheinen, warum ich in Griechenland investiere, aber genau diese Zustandsbeschreibung macht mich immer bullischer für meine Griechenland-Engagements. Stellen Sie sich vor, liebe Leser, wie die Wirtschaft in Griechenland in etwa zwei Jahren funktionieren wird, sobald die marktliberalen Reformen abgeschlossen sind. Ich zitiere nochmal aus dem Spiegel-Artikel: “Wie griechische Medien immer wieder vorrechnen, ist es momentan teurer, eine Lkw-Ladung von Athen nach Thessaloniki zu schicken, als einen Container aus Fernost nach Piräus zu verschiffen. Im Herbst sollen außerdem sämtliche “geschlossenen Berufszweige” wie die der Taxiunternehmer, Anwälte oder Architekten liberalisiert werden.”

Fazit: In drei Jahren wird Griechenland, dank liberaler Marktreformen, besser dastehen als jemals zuvor in seiner Geschichte. Für den griechischen Aktienmarkt bedeutet das die Aussicht auf neue Allzeithochs. Betrachten Sie am untenstehenden Chart der Piraeus Bank wie weit unten die Kurse momentan liegen. Übertreibe ich mit meiner Potenzialeinschätzung? Nein, ich denke nicht. Nach der Asienkrise 1998 lagen die Aktienmärkte in Russland und Südkorea, um eindrucksvolle Beispiele zu nennen, komplett am Boden. Marktführer wie Samsung und LG Electronics wurden an der Börse verschenkt. Innerhalb weniger Jahre stabilisierten sich die dortigen Ökonomien und die Aktienkurse vervielfachten sich.

Ganz wichtig bei solchen Turnaround-Spekulationen ist es, die Engagements ausschließlich prozyklisch zu vergrößern. Die Positionierung darf erst dann ausgebaut werden, wenn der Kursticker grünes Licht gibt und die Erstpositionen deutlich im Gewinn notieren. Im Premium-Blog können Sie anhand meines Depot verfolgen wie ich dabei vorgehe.


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